Angebote zu "Privat-Kredit" (2 Treffer)

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Der schnelle Privat-Kredit - Ohne Schufa - Für ...
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Jetzt gibt es doch Kredite von Privatpersonen! Es gibt einen neuen Trend in der Welt - und der kommt jetzt nach Deutschland. Die Rede ist vom so genannten Kreditmarktplatz. Möglich macht dies wieder einmal mehr das Internet. Wie auf einem richtigen Marktplatz treffen sich auch auf dieser virtuellen Plattform Anbieter (von Privatkapital) und Interessenten (von Krediten). Dass die Sache funktioniert, wird schon seit Jahren in den USA und Großbritannien bewiesen, aber auch in Dänemark oder den Niederlanden. Nach über eineinhalb Jahren umfassender Entwicklung bringt die Firma smava den weltweiten Trend Kreditmarktplatz erstmals nach Deutschland. Kreditmarktplätze sind nach Direktbanken und Online-Brokerage die nächste Innovation im Finanzbereich. Autor

Anbieter: ciando eBooks
Stand: 28.11.2017
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Kapitel 1 Einleitung: Privatverschuldung als Gegenstand der Politischen Ökonomie Selten finden so einschneidende Ereignisse statt, dass in ihrer Folge ganze Forschungshorizonte eröffnet werden. Die Finanzkrise der späten 2000er-Jahre war ein solches Ereignis, und seit den frühen Verwerfungen auf dem US-Hypothekenmarkt gilt vor allem einem Phänomen zunehmende Aufmerksamkeit: der Verschuldung privater Haushalte. Längst ist klar, dass das Schuldenwachstum der vergangenen Jahrzehnte keine US-amerikanische Eigenheit war, sondern zahlreiche Industrieländer erfasst hatte, wo es schließlich zu finanzieller Instabilität einerseits und prekären Bedingungen für soziale Teilhabe andererseits beitrug. Und doch sind die Grundlagen der von Ralf Dahrendorf einst als ´´Pumpkapitalismus ´´ bezeichneten historischen Phase der Kreditexpansion nur unzureichend verstanden. Nirgendwo lässt sich das besser beobachten als in Deutschland, wo man sich im Vertrauen auf den konservativen privaten Kreditnehmer in der Regel fern wähnt von den turbulenten Immobilien- und Konsumentenkreditmärkten anderer Ökonomien. In der Tat stagnierte die Privatverschuldung in Deutschland im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts durchgängig und hob sich damit deutlich vom internationalen Trend ab. Zugleich stellte diese Entwicklung einen markanten Bruch mit den Jahrzehnten zuvor dar, als die Schulden der deutschen Privathaushalte fast stetig und teils rasant anstiegen. Das vorliegende Buch lädt daher dazu ein, über die Ursachen dieses sonderbaren Verlaufs nachzudenken, indem es private Schulden nicht allein als Ergebnis kultureller Dispositionen betrachtet, sondern als Phänomen, das auf das Engste mit gesellschaftlichen Regelsystemen, politischen Weichenstellungen und wirtschaftlicher Entwicklung in kapitalistischen Ökonomien verknüpft ist. Natürlich nehmen Menschen eigenmächtig Kredite auf, um ein Auto oder eine Wohnung zu kaufen. Sie nutzen ihren Dispositionskredit im Alltag, um Rechnungen zu begleichen, bevor das nächste Einkommen auf dem Konto gutgeschrieben wird. Dennoch ist ihr Handeln als Resultat politökonomischer Zusammenhänge zu verstehen und Ausdruck einer spezifischen Phase kapitalistischer Vergesellschaftung. In den westlichen Industrieländern belief sich die durchschnittliche Gesamtverschuldung von Staat, Unternehmen und Privathaushalten im Jahr 2010 auf mehr als 300 Prozent der Wirtschaftskraft der Industrieländer, doppelt so viel wie noch 1980, wie die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich errechnet hat (Cecchetti/Mohanty/Zampolli 2011: 5). In diesem Zeitraum entfaltete die private Verschuldung in vielen Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) eine Dynamik, die selbst das so viel beachtete Wachstum der öffentlichen Schulden in den Schatten stellte. Insbesondere ab Mitte der 1990er-Jahre, als viele Staaten ihre öffentliche Verschuldung durch ein Zusammenkommen von rigider Austeritätspolitik und weltwirtschaftlichem Auftrieb zurückfahren konnten, setzte dieses Wachstum ein. Vor diesem Hintergrund ist der private Kredit in den letzten Jahrzehnten zu einer elementaren Säule einiger nationaler Wachstumsregime geworden. Der Soziologe Colin Crouch (2009a, 2010) spricht in diesem Zusammenhang von einem Policy-Regime des privatisierten Keynesianismus, in dem nicht nur die Ausdehnung der Kreditmärkte für mittlere und untere Einkommensbezieher, sondern auch das Wachstum der Finanzmärkte insgesamt institutionell abgesichert wurde. Dieses politisch eingehegte, kreditbasierte Wachstumsmodell unterscheidet sich Crouch zufolge vom keynesianisch-fordistischen Wohlfahrtsmodell der Nachkriegszeit dadurch, dass nicht länger ´´die Schulden des Staates die Wirtschaft aufrechterhalten´´, sondern nun ´´die privaten Schulden des Volkes, [?] das System am Laufen hielten´´ (Crouch 2010: 121). Demnach verhalfen die Konsum- und Wachstumseffekte einer steigenden Kreditfinanzierung der neoliberalen Politik zur nötigen Legitimität, denn ähnlich wie in der Nachkriegszeit hatte sich das Spannungsverhältnis von Demokratie und Kapitalismus durch das neue Regime vorübergehend entschärfen lassen: ´´[It] temporarily succeeded in reconciling the uncertainties and instabilities of a capitalist economy with democracy´s need for stability for people´s lives and capitalism´s own need for confident mass consumers´´ (Crouch 2009a: 382). Auch mit Blick auf die Theorie des Spätkapitalismus war die seit den späten 1970er-Jahren bis zum Ausbruch der

Anbieter: buecher.de
Stand: 05.04.2018
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